Project Description

Überblick

Genau 60 Jahre nach dem Massaker, am 28.Dezember 2002, fand in Piski die Grundsteinlegung der Versöhnungskirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit statt. Hochrangige Würdenträger der orthodoxen als auch der katholischen Kirche sowie der politischen Vertretung würdigten dieses Versöhnungsprojekt.

  • Land: Ukraine

  • Errichtet: 2003

  • Mittel: 145.000€

Heiligste Dreifaltigkeit, Piski

Am 28. Dezember 1942 erlebte das Dorf Piski in der Ukraine, 75 km östlich von Kiew gelegen, eine schlimme Tragödie: An diesem kalten Wintertag wurde der Ort von Sondereinheiten der SS in einer Vergeltungsaktion fast vollständig zerstört. Nach historischen Zeugnissen kamen dabei 2.000 Menschen ums Leben. 300 davon verbrannten bei lebendigem Leib in der Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit, wo sie ihre Rettung gesucht hatten. Das Gotteshaus, in dem die verzweifelten Menschen ihre Rettung erhofften, wurde zur Todesfalle. Es wurde von deutschen Soldaten zugesperrt und angezündet. Die Menschen in Piski beteten täglich, all die Jahrzehnte, für ein neues Gotteshaus. Mit der Wiedererrichtung 2003 ging für die 1.500 Gläubigen aus Piski und den umliegenden Dörfern ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung. „Die Versöhnungskirche ist ein Zeugnis und Denkmal für das verbrannte Dorf und die Menschen, die dabei ums Leben gekommen sind“, sagt A.M. Icaenco, Vorsitzender des Dorfes Piski. Die Bauausführung erfolgte durch örtliche Firmen, Planung, Projektsteuerung und Finanzierung wurde von Kirchen für den Osten e.V. übernommen.

Versöhnung durch Vergebung

Geistlicher Rat Pfarrer Martin Übelhör hat als Sanitätssoldat im II. Weltkrieg viele Leiden und Folgen des Krieges hautnah miterlebt. Als damaliger Leiter des Fatima Weltapostolates in Deutschland war dieses Versöhnungsprojekt ein Herzensanliegen. Bei der Grundsteinlegung übergab er eine Marienkerze in der er sein Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland eingelassen hat. „Die Versöhnung unserer beiden Nationen ist eine notwendige Voraussetzung für den weiteren Integrationsprozess eines vereinten Europas auf christlichem Fundament“ B.G.R. Martin Übelhör.

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